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Keplers Jugend

Johannes Kepler

Johannes Kepler wurde am 27.12.1571 in Weil der Stadt geboren und starb am 15.11.1630 in Regensburg. Er war ein kränkliches Kind. Durch eine schwere Erkrankung im Alter von ca. 4-5 Jahren wurde er sehr kurzsichtig und war dadurch gezwungen, sich vermehrt auf seine abstrakten Fähigkeiten zu berufen. Ein protestantisches Schulförderungsprogramm ermöglichte es dem kleinen Johannes zur Schule zu gehen. Dort stellte sich schnell raus, wie begabt der kleine Junge war. Eigentlich sollte er Priester der evangelischen Kirche werden, weshalb ihm auch ein Stipendium an der Universität in Tübingen gewährt wurde. Dieses Generalstudium war sehr umfangreich und er begeisterte sich schnell neben der Theologie auch für Astronomie, Physik und Mathematik. Durch hervorragende Leistungen auf diesen Gebieten machte er sich schnell einen Namen über die süddeutschen Grenzen hinaus und andere Wissenschaftler wurden auf ihn aufmerksam.

Kepler und Brahe

Er ging von 1594-1600 nach Graz in Österreich, um Mathematik zu unterrichten. Dort begann er bereits mit seinen eigenen wissenschaftlichen Forschungen. Er heiratete seine erste Frau Barbara Müller. Die Glaubensreformation machte die generelle Lage in Mitteleuropa zu einem unruhigen Hexenkessel. Der protestantische Kepler musste aus dem katholischen Graz fliehen, weil er nicht konvertieren wollte, was definitiv der einfachere Weg für ihn gewesen wäre. So kam ihm eine Einladung nach Prag vom weitbekannten und groß angesehenen Astronomen Tycho Brahe gelegen.

Für ihn sollte er die bis dahin nicht erklärbaren Planetenlaufbahn vom Mars berechnen, an der alle anderen bisher gescheitert waren. Mit den wertvollen Notizen und den genauen Messgeräten Brahe’s kam Kepler auf die Ideen seiner Gesetze.

Keplersche Gesetze

Johannes Kepler
Astronomia nova Kepler (Wikipedia)

Kepler entdeckte während seiner Forschungen verschiedene astronomische Gesetzmäßigkeiten, mit denen er die Beobachtungen der Planeten verständlicher erklären konnte. Bisher waren alle Fachleute von kreisförmigen Planetenbahnen ausgegangen, welche aber deren merkwürdigen Schlaufenbewegungen nicht zur Gänze erklärten.

Er benannte insgesamt drei Keplersche Gesetze, die erklären, wie unser Sonnensystem wirklich funktioniert. Auch wenn Kepler zu seinen Lebzeiten dadurch nicht wirklich gehört und anerkannt wurde, sind seine Erkenntnisse für die heuteigen Astronomen und die Raumfahrt bahnbrechend wichtig.

  1. Das erste Keplersche Gesetz besagt, dass sich die Planeten in elliptischen Bahnen bewegen, wobei die Sonne darin einen Schwerpunkt darstellt.
  2. Das zweite Keplersche Gesetz besagt, dass ein Planet auf seinem Weg um die Umlaufbahn unterschiedlich schnell läuft, dabei jedoch immer die selbe Flächengröße im Volumen braucht.
  3. Das dritte Keplersche Gesetzt besagt vereinfacht ausgedrückt, dass Planeten mit der Entfernung zur Sonne, also auch dem Umfang der Umlaufbahn, auch im selben Verhältnis an Umlaufzeit in Anspruch nehmen und diese im unmittelbaren Verhältnis zueinander stehen. (15. Mai 1618)

Diese Thesen hielt er in seinen Werken WELTHARMONIK fest, worin er auch genaue Prognosen über Bauernaufstände und Naturkatastrophen veröffentlichte.

Rudolfinische Tafeln und die Kalenderreform

Nach dem Tod von Tycho Brahe wurde Johannes Kepler in den Dienst des Kaisers gestellt und zu seinem Hofmathematiker und Astrologen. Die Astrologie brachte ihm oft das nötige Geld ein, weil er ein wirklich unglückliches Händchen dafür hatte, an Arbeitgeber zu geraten, die es mit der Zahlungsmoral nicht immer ganz so genau nahmen . Bis 1627 stand er im Auftrag des Kaisers. Das involvierte Keppler in die große Kalenderreform und die damit verbundene Frage, ob der Julianische Kalender aufgegeben werden und stattdessen der Gregorianische Kalender eingeführt werden sollte. Zu diesem Beschluss kam es allerdings erst 80 Jahre später.

Johannes Kepler in Linz

1612 verstarb Kaiser Rudolf und Kepler zog nach Linz. 1619 begann der Dreißigjährige Krieg. Die Zeiten waren turbulent, gefährlich und unruhig. In Linz unterrichtete Kepler erneut die Mathematik. In dieser Zeit erstellte er für den kaiserlichen General Wallenstein Horoskope, dem er auch sein Todesjahr vorhersagte.

Linz brachte Keppler aber auch kein dauerhaftes Auskommen, denn Wallenstein war ebenfalls kein zuverlässiger Geldgeber. Er lies Kepler arbeiten aber vertröstete ihn mit der Bezahlung. Daraufhin zog es Kepler nach Regenburg, wo er einige Angelegenheiten bezüglich der Veröffentlichung seiner Rudolfinischen Tafeln klären wollte

Johannes Kepler’s Mutter und sein Tod

Keplers Mutter wurde der Prozess als Hexe gemacht. Er setzte sich für sie ein, lies seinen Einfluss und Bekanntheitsgrad bei wichtigen Entscheidern und Fachleuten spielen und befreite sie schließlich von dem Schuldspruch.

Kepler selbst ging anschießend nach Regensburg, wo er kurz vor seinem 60. Geburtstag am 15.11.1630 verstarb.

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